AirBnB No1: Amsterdam

Im September 2015 planten wir einen Wochenendtrip nach Amsterdam.
Da ich mich regelmäßig auf Schnäppchenseiten wie urlaubspiraten.de oder urlaubsguru.de rumtreibe, suchte ich dort ein schönes günstiges Hotelzimmer. Aber Fehlanzeige! An diesem Wochenende schienen die Übernachtungspreise in Amsterdam zu explodieren (Ich habe es auf die dort stattfindenden U2-Konzerte, zeitgleich stattfindende Messe geschoben). Für ein Zimmer im 2-Sterne-Hotel 300 Euro? Nein, nicht mit mir!!!
Ich suchte nach Alternativen und da fiel mir AirBnb ein. Im Jahr 2015 noch als Portal bekannt auf dem Menschen ihr Zuhause oder auch nur einen Teil davon anbieten. AirBnB fungiert als eine Art Vermittler zwischen Gastgeber und Gast. Sobald eine Unterkunft gebucht wird, muss der Betrag für die Nutzung der Unterkunft bezahlt werden. Der Gastgeber erhält den Betrag aber erst 24 Stunden nach der Anreise. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Unterkunft so vorgefunden wird, wie vom Gast erwartet.
Ich habe mich für eine Wohnung entschieden, die nur ein paar Minuten mit der Straßenbahn vom Stadtzentrum entfernt war. Die Wohnung sah gemütlich aus und hatte bereits mehrere positive Bewertungen auf der Online-Plattform erhalten.

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Suzanna war unser Host. Sie hat bereits im Vorhinein mit uns kommuniziert, hat uns mitgeteilt, wie wir am besten vom Flughafen zur Wohnung gelangen. Sie begrüßte uns mit Keksen und frischgekochtem Kaffee. Sie hatte Tipps für Amsterdam zusammengestellt, gab uns Empfehlungen für Cafés/Restaurants und freute sich, dass wir ihre Heimatstadt besuchen. Suzanna übernachtete an diesem Wochenende bei einer Freundin und stellte uns ihre Wohnung zur Verfügung. Sie hatte diese Wohnung gekauft und nutzte AirBnB als zusätzliche Einnahme um die Raten für die Wohnung zu bezahlen.
Ansonsten lebt sie in der Wohnung und das fühlte man auch. Die Wohnung war gefüllt mit Leben und persönlichen Gegenständen. Es dauerte keine 10 Minuten und ich fühlte mich auf eine komische Art heimisch. Heimisch in einer fremden Wohnung? Mitten in Amsteram. Mulmig war mir kurz als Suzanna uns verließ und wir sie quasi vor ihre eigene Tür setzten.

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Wir genießten dieses Wochenende, erkundeten Amsterdam und kehrten nachts erschöpft „in unsere Wohnung“ zurück.
Ich habe AirBnB lieben gelernt. Inzwischen waren wir von Bali bis New York bis Deutschland in Unterkünften von AirBnB untergebracht und haben bis Mitte 2017 nur positive Erfahrungen sammeln können.
AirBnB hat sich verändert. Es tummeln sich viele kommerziell genutzte Unterkünfte auf der Online-Plattform. Aus den hübschen Privatwohnungen sind Feriendomizile geworden. Vermieter versuchen den großen Reibach zu machen. Sie wissen, dass Urlauber in das wahre Leben des Urlaubsziels eintauchen wollen, den Kontakt zu Einheimiachen suchen wollen. Sie bauen eine Illusion auf.
So ist es auch uns bei unserem letzten Kurztrip an die Cote d’Azur ergangen. Das Appartement in Nizza wurde ausschließlich für Urlauber genutzt. Hier gaben sich die Mieter die Klinke in die Hand. Es war lieblos eingerichtet mit ausrangierten Möbeln und Küchenutensilien.
Ich werde wieder bei AirBnB buchen, weil ich die Idee super finde und so viele einzigartige Erfahrungen machen durfte. Aber man sollte sich bewusst sein, dass man nie genau weiß, was einen erwartet. Klar, das hat Charme, kann einem aber auch leider die schönsten Tage im Jahr vermiesen.

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